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22 February 2006

Die "Wired" ist real !

Überarbeitet am 30.01.2007.
Die vernetzte Welt schreitet immer weiter voran. Wir alle befinden uns auf dem Weg in die Wired. Zum ersten Mal wurde die Wired, in diesem Zusammenhang, in dem Anime "Serial Experiments Lain" erwähnt, dessen Autor wohl schon früh erkannte wohin die Welt sich bewegt. Mehr oder minder wird der Großteil der total vernetzten Welt Wirklichkeit, und wir, die wir ein Teil der Wired sind, tragen dazu bei.

Der Anfang
Noch lange bevor es elektronische Datennetze gab, waren Netzwerke allgegenwärtig. In der Natur finden wir überall Netzwerke. Ob Wurzeln bei den Pflanzen, das globale Wetter, oder das Gehirn von Menschen und Tieren. Alles Leben, alle Existenz basiert auf Verbindungen, aus Netzwerken. Selbst Atome verbinden sich wiederum zu Molekülen und bilden damit alle Arten von Stoffen. Dies gehört zur Natur allen Lebens.

Dann folgten die künstlichen Netzwerke. Zuerst war es das Telegrafen-Verbindungen, dann folgte das Telefonnetz. Bereits 1969 erschuf das US-Verteidigungsministerium das ARPANET, aus dem dann das Internet hervorging. In den 80er Jahren, tauchten auch in der privaten elektronischen Kommunikation solche Netzwerke auf, wie etwa das Zerberus-Netz und das Fido-Netz. Einzelne Mailbox-Systeme (BBS) schlossen sich damit zusammen um Nachrichten auszutauschen. Seit 1989 als der WWW-Aufsatz für das mittlerweile frei zugängliche Internet, also die HTML-Umgebung mit dem Mosaic-Browser, eingeführt wurde, ging es steil bergauf. Parallel dazu gab es Versuche mit so genannten Cyberspace-Brillen und Handschuhe um Menschen mehr in die Computerwelt zu integrieren. Die Versuche fanden aber nie richtig Anklang, da die Ausstattung zu schwer und nicht mobil genug war. Außerdem konnte sich kaum jemand solche Geräte leisten.

Die Gegenwart
Heute leben wir bereits teilweise mit und in der Wired. Die Vernetzung schreitet voran mit dem Einbeziehen von Sprache (VoIP) und Video. Es laufen bereits massive Anstrengungen um das Beeinflussen von Computern durch Hirnwellen als Massenprodukt auf den Markt zu werfen. Mehrere Firmen entwickeln angeblich ein entsprechendes Eingabegerät für die nächste Generation von Unterhaltungselektronik mit dem Brain-Computer Interface. Unnötig zu erwähnen das auch in der Rüstung nach solchen Lösungen gesucht wird. Auch unsere Handys und andere portable Geräte sind Verbindungsglieder zur Wired. In Laboren werden neuronale Netzwerke aufgebaut, und Bioelektronik entwickelt. Auch findet eine dauernde Weiterentwicklung von den genannten PDAs oder Handys statt. Die kommunikativen Möglichkeiten sind schon sehr weit fortgeschritten. Was noch Verbesserung bedarf ist der direkte praktische Nutzen im realen Leben, dass heißt die direkte Verbindung zu den Alltagsaufgaben. Doch auch hier tut sich gewaltiges. Erste Parkautomaten mit denen man mit per Handy, Tickets kaufen kann sind aufgestellt. Straßenbahnen erkennen, in Feldversuchen, automatisch die Fahrgäste anhand eines Chips in der Kundekarte und rechnen den Betrag ab. In Japan ist es Alltag mit dem Handy gewöhnliche und sehr reale Dinge zu erledigen, zum Beispiel in der Tokioter U-Bahn. Wir sind mittendrin in der Verschmelzung der künstlichen Netze und der natürlichen Netzwerke zur Wired, wo reale Probleme mit der virtuellen Welt gelöst, oder ausgelöst werden können.

Die Zukunft

Wann wird die Wired zum festen Bestandteil unseres realen Lebens ? Wenn wir dauernd und ohne dass wir es wirklich merken mit ihr verbunden sind. Statt mit Augen oder Ohren die Informationen wahrnehmen zu müssen, werden diese direkt ins Gehirn übertragen. Was wir jetzt tun ist dass jemand etwas aufschreibt und wir lesen es, und verarbeiten es dann mehr oder minder gut. In Zukunft werden wir möglicherweise Daten direkt in das Gehirn laden können. Man hat die Information einfach, das Bild, der Klang, der Geruch, das Gefühl im Kopf. Durch drahtlose Verbindungen sind wir ständig mit der Wired verbunden. Die nötigen Implantate werden immer kleiner, und schließlich von Geburt an benutzt werden. Wir wollen mit jemanden sprechen? Dann lassen wir uns im Geist einfach verbinden. Nachrichten bekommen wir direkt übertragen, und lernen wird schneller und leichter gehen. Zuerst könnte sich das auf die wahrnehmbare Ebene beschränken, d.h. wir denken die Information und merken uns diese dann selbst, ähnlich als ob wir uns eine Idee die wir haben, merken wollen. Der nächste Schritt wird sein, die Bewusstseinsebene direkt mit den Informationen zu versorgen. Dann haben wir die Information, als ob wir sie schon immer hatten. Sie ist einfach da. Schulen wären dann nur noch zum Erlernen von sozialem Verhalten und Ethik notwendig.

Wenn es soweit ist wird die Verbindung zwischen Wired und der realen Welt, die Menschheit auf eine neue Ebene bringen, und sozusagen das gesamte Wissen der Menschheit jedem Einzelnen jederzeit zur Verfügung stellt. Was dies für Möglichkeiten eröffnen wird. Die Netzwerkgesellschaft ist schon heute Realität, und die Verschmelzung von den künstlichen Netzwerken mit der realen Welt zur "Wired" ist die Aufgabe dieses Jahrhunderts.

Willkommen in der Wired,
Ryo
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