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05 March 2007

Die Probleme im Web 2.0



Die Netzdienste sprießen aus dem Boden wie Unkraut. Sie werben alle mit fantastischen Möglichkeiten und sie erleichtern die Arbeit. Der Spaß und die Produktivität im Internet soll gesteigert werden, je nach dem welche Klientel angesprochen wird. Doch es macht sich auch Unmut breit, vor allem bei den Werkzeugen, die eigentlich helfen wollen im Dschungel der Angebote den Überblick zu behalten...

Um seine Blogeinträge bekannt zu machen, muss man die Leute erst einmal erreichen. Was nützt der beste Eintrag wenn es niemand weiß ? Also gibt es viele Seiten wie yigg.de, digg.com, webnews.de und viele mehr.
Nun will jeder auf die Startseite der Dienste um möglichst viele Klicks zu bekommen und viele Leute anzulocken. Ein Hot-Topic garantiert selbst bei den deutschsprachigen Seiten teilweise einige hundert Besucher. Um dies zu erreichen setzen manche alle Mittel ein, und das Problem ist das System an sich. Bei yigg.de kann man mit einem Trick die Besucher heimlich zum abstimmen (voten) bekommen, ohne dass diese es überhaupt merken.
Noch schlimmer ist dies bei Digg.com, dem amerikanischen Original sozusagen. Dort geht es um bares Geld, denn mit einem Startseiteneintrag geht es richtig rund. Da gibt es sogar Firmen die gegen Bezahlung dafür sorgen dass man ganz oben bei Digg mitmischt.

Probleme ganz anderer Art gibt es für solche Portale auch noch. Die "Social Community" ist leider oft gar nicht so sozial, oder besteht aus einigen wenigen Power-Benutzern die quasi den Dienst kontrollieren. Manchmal kommen, scheinbar deswegen, auch Themen nach oben die lange nicht so interessant und wichtig sind, oder die Qualität haben, wie welche die in den Wartenschlangen mit ein oder zwei Votes versauern. Ein klassisches Problem in einem Vorurteilssystem.
Bei Digg dominieren 30 Benutzer quasi ein System mit über 900.000 Benutzern von dem, wie gesagt, richtig Geld abhängen kann.

Image Hosted by ImageShack.usAuf anderen Sammelsystemen, wie beispielsweise beim revolutionären Clipmarks.com, bei denen es nicht hauptsächlich um das Abstimmen über die Beiträge geht, treten dadurch natürlich wiederum andere Probleme auf. Bei Clipmarks dominieren momentan die Republikaner. Lupenreine Bush-Propaganda wird da verbreitet, der Klimaschutz als Unsinn der Demokraten abgetan, und behauptet im Krieg seien ja kaum mehr US-Soldaten gestorben als im Frieden.
Doch während man hier mit aktivem Einstellen von Beiträgen der anderen Seite, ja gut entgegenwirken kann, bleibt bei den Voting-Diensten das Problem ungelöst. Doch wie kann man dieses Problem umgehen. Warum man z.B. nicht die Zahl der möglichen Votes je Benutzer begrenzt weiß ich nicht. Dies könnte meiner Meinung nach den Großteil der Komplikationen lösen. Wenn man am Tag nur 10 Votes zu vergeben hat, wird man dies mit bedacht tun, und die Mehrheit der Benutzer könnten gleich viel Gewicht beim Abstimmen tragen.

Anscheinend heißt es auch im Web 2.0 aber nach wie vor: Wenige bestimmen über viele. Lösungen gesucht.
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