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03 March 2007

Grauzone Website-Werbung

Letzte Woche hatte ich in dem Beitrag "Geld verdienen verboten..." bereits darauf aufmerksam gemacht dass es gar nicht so einfach möglich ist Werbung etc. legal einzubinden. Die Kommentare drückten oft Unverständnis aus. Wie versprochen war ich diese Woche auf den entsprechenden Ämtern und habe nachgefragt...

Eines vorweg: Dies ist keine Rechtsberatung und die Materie ist so kompliziert, dass selbst die Mitarbeiter auf den Ämtern manchmal überfragt waren.

Auf dem Finanzamt war alles klar und deutlich: Keinen Cent Einnahmen durch eine Webseite ohne separate Steuernummer für Einnahmen aus selbstständiger Arbeit. Das zählt auch für Journalisten und Schriftsteller die kein Gewerbe anmelden müssen, denn alle Einnahmen müssen angegeben werden. Bei weniger als 410€ Einnahmen hat dies keine Konsequenzen, aber es muss trotzdem angegeben werden. Auf die Frage ob man Einnahmen der privaten Website denn auch mit einer separaten Steuernummer für gewerbliche Zwecke angeben muss, bekam ich ein klares "Ja"! Definitiv bleibt einem der Antrag beim Finanzamt zur "Aufnahme einer gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder land- u. forstwirtchaftlichen Tätigkeit" nicht erspart.
Darauf folgt automatisch eine Meldung an das Gewerbeamt etc.

Und da wären wir auch schon bei dem schwierigen Teil: Die Gewerbeanmeldung.
Hier ist leider gar nichts mehr so klar. Rein rechtlich versicherte man mir auf dem Amt, müsste man immer ein Gewerbe anmelden, seien die Einnahmen auch noch so klein. Eine gesetzlich festgelegte Mindestgrenze gibt es nicht. Ob dann auch tatsächlich darauf bestanden wird, sei fraglich. Festlegen wollte man sich auf dem Amt aber nicht, und mir wurde empfohlen es einfach mal so zu probieren. Als ich nachhakte und fragte ob ich dann gegen strafrechtliche Konsequenzen sicher wäre, sagte man dass ich es ja auch als nebenberufliches Gewerbe anmelden könnte.
Na klar, was denn sonst bei 10 Euro Einnahmen im Monat. Also eigentlich müsste man sich anmelden, könnte es aber doch ohne probieren. Das nenne ich mal Grauzone.
Die Rettung könnte sein, das Blogger immer mehr wie Journalisten behandelt werden, also kein Gewerbe anmelden müssen und als freiberuflich gelten. Auf jedenfall sollte der Arbeitgeber um Erlaubnis gebeten werden, da eine Nebenbeschäftigung zur Kündigung führen kann. Ein nebenberufliches Gewerbe hat den Vorteil dass man die Kassenbeiträgen nicht selber zahlen muss, aber da sollte jeder bei seiner Krankenkasse noch einmal speziell nachfragen. Insbesondere wenn man nicht arbeitet, also keinen Hauptberuf hat, und z.B. beim Ehepartner mitversichert ist.

Persönlich bedeutet das für mich: Erstmal keine Werbung. Ich bleib am Thema dran.

Link: AdSense nur mit Gewerbeanmeldung
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