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02 September 2007

China will im Buddhismus mitmischen

China will ein Mitbestimmungsrecht bei der Wahl des nächsten Dalai Lamas, wenn es soweit ist.
Auf Telepolis findet sich darüber ein Bericht, der nicht unumstritten ist.
Da wird in der Überschrift gefragt "Haben wir bald zwei Dalai-Lamas?". Die Antwort ist nein. Wir haben jetzt schon mehr.

Es gab schon immer 2 geistliche, die die Reinkarnation für sich beanspruchten. Zudem gibt es viele verschiedene Richtungen und so genannte Schulen, des Buddhismus. Seine Heiligkeit, der 14.Dalai Lama gehört der Gelupga-Schule an. So ist zum Beispiel das Oberhaupt der Karma-Kagyü-Schule keineswegs der im Westen bekannte Dalai Lama, sondern der Karmapa. Da beanspruchen sogar 2 den Platz: Urgyen Trinley Dorje und Trinley Thaye Dorje.
Das mutet für manche sehr seltsam an, aber ein absolutes Herrschaftssystem gibt es nicht, es gibt keinen Leiter für alle Buddhisten, und auch keine Leitorganisation, die für alle verbindlich ist.
Da im Buddhismus keine feste Struktur, wie beispielsweise bei unserer Kirche, besteht, und alles sogar hinterfragt werden soll, ist dass kein größeres Problem.
Mit der "Reinkarnation" ist auch nicht unbedingt die Wiedergeburt des Bewusstseins der Person an sich gemeint. Deswegen sagt seine Heiligkeit, der 14.Dalai Lama immer und immer wieder, er sei nur ein ganz normaler, praktizierender Mönch. Falls er die Reinkarnation ist, weiß er jedenfalls davon nicht direkt. Nur werde er oft intuitiv auf die richtige Entscheidung gelenkt.

Wenn China mit auswählen will, ist das eigentlich auch kein Problem. Aktion und Reaktion... Wirkung und Ursache ist eines der Pfeiler auf dem der Buddhismus aufbaut. Vielleicht führt gerade diese Aktion dazu, dass dann wieder der richtige Dalai Lama gefunden wird. Und es ist eine große Chance. Denn dann wäre der Buddhismus in China wieder erlaubt, und die Probleme in Tibet wären gelöst. Viele könnten dann wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Schade das offenbar jedes Thema recht ist, um die Chinesen in Misskredit zu bringen. Ich glaube genau das könnte dem Geist des Buddhismus noch eher widersprechen, als eine Wahl des Dalai Lamas mit Beteiligung der Chinesen.

Quelle: Telepolis, Wikipedia
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