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15 December 2007

FSFE MA: Die elektronische Gesundheitskarte

Elektronische Gesundheitskarte
Ärztliche Sicht
von Dr. Stephanie Gösele, Freie Ärzteschaft

Kann die elektr. Gesundheitskarte (E-Card) die Vertraulichkeit der medizinischen Daten noch gewährleisten ?
Die angeblichen Verbesserungen sind nicht in der Praxis sichtbar. Es gibt durch Pin-Eingabe und nicht jederzeit einsehbare Daten, jede Menge Verwirrung bei den Patienten. Eine 80-jährige Oma, oder ein Mensch mit über 40 Grad Fieber kann eine PIN nur schwer eingeben. Durch die Gefahr der Speicherung von falschen Daten, oder durch eine Manipulation, könnte die Karte im Notfall gar lebensgefährlich werden.
Die Daten die gespeichert werden sollen, sind vielfältig, und können bei der Jobsuche schwierig werden, z.B. bei einer betrieblichen Eistellungsuntersuchung. Auch Erbkrankheiten werden auf die Karten der Nachkommen übertragen, und so gleich "gebrandmarkt". Die Kosten werden offiziell schätzungsweise 1,4 Milliarden Euro kosten. Ein vertrauliches Gutachten gibt allerdings 7 Milliarden an. In Großbritannien wurde das Vorhaben abgelehnt, nach dem die Kosten angeblich 40 Milliarden betragen sollten.
Die Daten sind nicht auf der Karte, sondern auf einem zentralen Server gespeichert. Von Datentransparenz kann also nicht gesprochen werden.
Die Patienten sollten sich, so Fr. Dr. Gösele, weigern, und z.B. kein Foto einschicken, da dann keine E-Card erstellt werden kann. Die alte Karte sollte man behalten. Die Rezepte müssen bis auf weiteres sowieso ausgedruckt werden.

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