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06 February 2008

Missbrauchen die Banken ihre Videoüberwachung ?

Wenn ein Kleinkind es nicht mehr halten kann, und seinen Darm unkontrolliert in einer Bank in Stuttgart am Geldautomaten entleert, muss sich die Mutter auf die Rechnung für die Reinigung gefasst machen.
So weit so gut. Nur wie kam man an die Daten der Frau Mutter? Man nahm die Aufnahmen der Videokamera, und analysierte diese. Dann wurde offenbar auch auf Datenbestände der Bank zugegriffen (ich vermute die Transaktion am Geldautomat), um so an den Namen der Frau zu kommen. Und tatsächlich schickte man der Dame eine Rechnung an die Adresse, die man aus den Daten gewonnen hatte.
Jetzt interessiert sich auch die Aufsichtsbehörde für Datenschutz für diesen Vorfall und befragt die Bank dazu. Diese wiegelt ab, und gibt frech zu, dass dies häufiger praktiziert wird.

Also immer schön vermummt an den Geldautomaten, damit nicht doch noch ein Profil abgespeichert wird. Möglicherweise ist das aber auch keine gute Idee. Doch eine Klärung ob dies ein Missbrauch der Videoüberwachung darstellt, die eigentlich nur für Straftaten vorgesehen ist, sollte doch dringend erfolgen. Auch wenn es die Bank anders sieht, darf man meiner Meinung nach, die Privatsphäre nicht wegen Lappalien missachten. Am Besten die Geldautomaten ganz meiden, und noch mit echten Menschen reden, die einem Bedauern, wenn das Kleinkind sich mal erleichtert, und helfend eingreifen, statt eine Rechnung zu verschicken. Kinderfreundlichkeit in Deutschlands Banken... Das kann teuer werden.

Quelle: heise online
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