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21 May 2008

Blogger-Etikette? Nein, Danke!

free speech 2Jetzt fangen schon wieder welche an, eine Blogger-Etikette zu fordern. Als ob wir nicht schon genug Vorschriften bekommen.

Also ich kann den Schockwellenreiter verstehen, wenn er sich fragt: "Müssen wir den Kakao, durch den man uns zieht, auch noch trinken?" Dazu muss man das Wesen eines Blogs kennen.
Was Unterscheidet ein Blog von einem stinknormalen Nachrichtenartikel? Sicher die persönliche Note des Bloggers. Jeder hat so seine Ausdrucksweise und seine Marotten. bestimmte Lesergruppen werden durch den ein oder anderen Stil angelockt, oder abgestoßen. Es ist ja nicht so, das Blogger alles machen könnten was sie wollten. Es gibt so viele, sehr undurchsichtige, Gesetze, dass nahezu jeder sich schon ziemlich zusammenreißt, ja nichts zu bloggen was von irgendeinem Abmahnanwalt beanstandet werden könnte. Und nun soll sich der Blogger auch noch selbst weitere Auflagen machen, als die, welche es eh schon vom Gesetz her in Hülle und Fülle gibt?

NEIN DANKE!

Meine Antwort zu den einzelnen, vom Spreeblick vorgeschlagenen, "Regeln":

1) Ich respektiere die Privatsphäre Dritter.
Antwort: Ja, im gesetzlichen Rahmen, und den nutze ich voll aus!

2) Ich nenne Quellen und respektiere Urheber
Antwort: Ja, im gesetzlichen Rahmen oder lt. Lizenzbestimmungen (CC-Lizenz)

3) Ich benutze meinen echten Namen
Antwort: Muss man lt. Impressum sowieso. In Kommentaren halte ich mir vor, das nicht zu tun. Es ist durchaus besser manchmal anonym zu bleiben. Da sollte sich Spreeblick mal den Punkt eins nochmal durchlesen. Ob man seinen echten Namen benutzt, sollte jedem selbst überlassen werden.

4) Ich versuche, freundlich zu bleiben
Generell ja, aber hey ich bin auch nur ein Mensch, und als ein solcher blogge ich. Schreibroboter ohne Emotionen gibt es in den Printmedien genug.

5) Ich behandle meine Gäste wie solche
Dazu braucht man keine Regel. Es gibt gute und schlechte Gastgeber.

6) Ich lasse mich korrigieren
Gerne sogar. Aber braucht das eine Regel? Wer das nicht tut, wird früher oder später eher seine Leser verlieren.

7) Wir sind alle Individuen
Exakt. Auch der Blogger ist ein Individuum, und deswegen braucht er keine Benimmregeln, die über die, eh schon viel zu hohen gesetzlichen Anforderungen, hinaus gehen, sonst verliert dieser seine Individualität und wird so einem Einheitsbreischreiberling, wie es offenbar die alten Medien gerne hätten, da solche "Selbstzensurkampagnen" öfters gefahren werden.

Fazit:
Wer ernsthaft fordert, dass die Blogger sich noch weiter einschränken sollen, als es der Gesetzgeber eh schon tut, sollte lieber das Blog vom Netz nehmen und gut ist, denn dann ist es überflüssig geworden. Dann landen wir nämlich in der selben Schublade, wie die alten Medien heute, und das hat mit Bloggen nichts mehr zu tun.
Meinungsfreiheit aber, hat auch etwas zu tun, mit der Freiheit etwas so zu schreiben, wie man möchte.

Via: Schockwellenreiter

Aktualisierung: Der Artikel von Spreeblick ist schon etwas älter. Aber durch den Artikel bei der Computerwoche, wird er wieder aktuell.
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