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14 August 2008

Westliche Medien ruinieren sich selbst die Pressefreiheit

All rights reserved - Photo uploaded by east caravan on flickr.comWas ist los mit den westlichen Medien? Bis auf wenige Ausnahmen, sind die Medien scheinbar gleichgeschaltet, und hinterfragen selbst bei offensichtlichen Fehlinformationen nicht, wenn die Aussagen von bestimmen Quellen kommen.

Zuerst ging es ja mit China los. Nicht etwa der Ausrichter, sondern die Presse machte die Olympischen Spiele zu einer politischen Farce. Peinliche, krampfhafte Versuche, in allem und jedem eine Unterdrückung der Menschenrechte zu sehen (ich erwähnte dies bereits vor und nach der Eröffnung). Zu dem Zeitpunkt wollte noch niemand etwas von Georgien, Südossetien und Abchasien wissen. Ein Fehler, der Georgien ausgerechnet 1 Tag vor der Eröffnungsfeier in Bejing zum Angriff auf Südossetien ausnutze. Doch wer nun "Recht" hat, oder nicht, und wer zuerst provoziert hat, oder nicht, ist uninteressant, wenn man sich anschaut, was dann mit der "freien" Presse passiert ist.

Das Publikationen aus bestimmten Verlagshäusern, sich meiner Meinung nach wegen solchen Bekenntnissen (siehe auch Satzung §3 Absatz 1c) disqualifizieren, ist für mich klar. Aber die Gleichschaltung der übrigen Medienberichte, wenn es gegen Russland geht, ist schon beängstigend. Da werden Tatsachen verdreht, ungeprüfte Meldungen übernommen, und aus Angreifern werden Opfer. Gut dargelegt werden einige unglaubliche Fehler vom Spiegelfechter. Nur wenige Medien, wie die BBC auf BBC World demonstrierte, scheinen noch Neutralität zu wahren, wenn der US-Präsident Position bezieht. Auf unabhängige Staaten muss so etwas geradezu erbärmlich wirken. Diese Medienlandschaft mutet an, wie ein Muster für einen totalitären Staat. Schön brav nachplappern was der Big Boss sagt. Doch auch im Internet, gibt es erstaunlich viele voreingenommene Meinungen wenn es gegen China oder Russland geht. Blogger bekleckern sich hier auch nicht mit besonders viel Ruhm. Allerdings ist das wegen der Masse an Veröffentlichungen nicht weiter schlimm. Es hält sich die Waage, auch wenn die Meinungen ziemlich weit auseinander liegen, ja teilweise geradezu extremistisch weit.

i d't know true of this

Doch woran könnte es liegen, dass Neutralität hier keine Rolle spielt? Glauben die Redaktionen tatsächlich, dass sich solche Pro-USA-Propaganda besser verkauft, als eine neutrale Berichterstattung? Hat man nichts aus dem Irak-Krieg, Guantanamo Bay und den US-Folterungen von Abu Ghraib gelernt?
Liegt es an der 45jährigen Gehirnwäsche der USA im Kalten Krieg? Wer weiß, aber die Verschwörungstheorien laufen wieder auf Hochtouren, und gar Angst wird manchmal als Grund angegeben, warum man denn nicht offen auf Fehler und Lügen hinweist. Man will ja nicht im Internierungslager enden, oder für manche noch schlimmer, die Reputation verlieren. Ob diese Angst, die langsam wieder aufkeimt, jetzt berechtigt ist oder nicht, spielt keine Rolle. Aber auch diese Angst, die noch gering ist, kann nicht der Grund sein.

Vielleicht wird es ja einfach fehlendes Engagement sein, und die Angst ausländische Marktanteile zu verlieren. Gerade bei internationalen Publikationen, richten sich wohl viele Journalisten nach dem Verlag, der kein Interesse hat sich die zahlungsstarken, westlichen Investoren entgehen zu lassen, denen ihr Patriotismus wichtiger ist als die Wahrheit.
Die Meinung eines Journalisten, scheint in diesen Tagen davon abzuhängen ob sie Massenmarkttauglich ist, oder ob sie dem Verlag gefällt. Alle seriösen Journalisten und Redakteure sollten sich davon in keiner Sekunde abschrecken lassen, denn es ist Vorsicht geboten: Hat man die Pressefreiheit einmal verloren, wird es verdammt schwer, sie wieder zu bekommen.

Weiterführende Links:
Spiegelfechter - Katerstimmung bei der NATO
Die Zeit - Sieg auf ganzer Linie
Wikipedia - Nachrichten (Journalismus)
Aktualisierung: Wenigstens ein Hoffnungsschimmer: Tagesschau.de

Bilderquelle: Flickr.com - east caravan All rights reserved. These pictures are NOT under a CC-License.
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